Một khúc anh hùng ca vùng đất thấp, trong đó những câu chuyện cổ của người Viking về việc cướp cô dâu và chiến đấu trên biển đã được nhào nặn lại dưới ảnh hưởng của Cơ Đốc giáo và tinh thần hiệp sĩ. Mặc dù bản thảo duy nhất còn sót lại có từ những năm đầu thế kỷ 16, bài thơ có lẽ được sáng tác vào khoảng năm 1200 — không lâu
sau trường ca Nibelungenlied, và phong cách của nó cũng bắt chước phần nào tác phẩm ấy. Có tổng cộng 1705 khổ thơ bốn dòng. Thể thơ này giống với Nibelungenlied, chỉ khác ở chỗ các vần bb là vần cái (vần đôi), và nửa dòng cuối có năm điểm nhấn. Đặc tính sau cùng này tạo cho câu thơ một cảm giác lê thê khiến tai người hiện đại cảm thấy khó chịu.
Bối cảnh địa lý của bài thơ là bờ biển Biển Bắc từ Jutland đến Normandy. Câu chuyện bao gồm một phần về Hilde và một phần về Gudrun, được mở đầu bằng phần trình bày về gia phệ của Hilde. Nàng là con gái của "Hagen hoang dã", Vua xứ Ireland, và bị bắt cóc — không hẳn là trái với mong muốn của nàng — bởi các sứ thần của Hetel, Vua xứ Hegelings. Gudrun là con gái của Hetel và Hilde. Nàng đính ước với Herwig xứ Seeland, nhưng bị bắt cóc một cách bạo tàn trong lúc các tráng sĩ của cha nàng đi vắng, bởi Hartmut xứ Normandy. Người Hegelings đuổi theo, và một trận chiến lớn diễn ra tại Wülpensand (gần cửa sông Scheldt). Vua Hetel cùng nhiều binh sĩ của ông bị giết, và người Norman lén lút bỏ chạy trong đêm cùng với những người phụ nữ bị bắt. Trong suốt mười bốn năm (trong khi một thế hệ người Hegelings mới lớn lên), Gudrun sống lưu vong ở Normandy, chung thủy với người tình vắng mặt Herwig, và bị đối xử tàn nhẫn bởi người mẹ độc ác của Hartmut vì nàng từ chối lấy người Norman làm chồng. Sau đó là sự giải cứu và trả thù.
Có vài bản dịch, phổ biến nhất vẫn là bản của Simrock. Để minh họa cho thể thơ, đoạn trích đầu tiên dưới đây được lấy từ bản dịch của Simrock; các phần còn lại thuộc bản dịch mượt mà hơn của Löschhorn, người đã không nương tay cắt bỏ hai âm tiết thừa ở nửa dòng cuối.
Als die Nacht ein Ende nahm
und es begann zu tagen,
Horand hub an zu singen,
dass ringsum in den Hagen
Alle Vögel schwiegen
vor seinem süssen Sange.
Die Leute, die da schliefen,
lagen in den Betten nicht mehr lange.
Sein Lied erklang ihm schöner
und lauter immerdar,
Herr Hagen hört’ es selber,
der bei Frau Hilde war.
Aus der Kemenate
mussten sie zur Zinne,
Der Gast war wohl beraten;
die junge Königin ward des Sanges inne.
Des wilden Hagen Tochter
und ihre Mägdelein
Sassen da und lauschten,
wie selbst die Vögelein
Auf dem Königshofe
vergassen ihr Getöne;
Wohl hörten auch die Helden,
wie der von Dänenlanden sang so schöne.
Als er schon das dritte
Lied zu Ende sang,
Allen, die es hörten,
währt’ es nicht zu lang.
Es däuchte sie in Wahrheit
nur spannenlange Weile,
Wenn er immer sänge,
während einer ritte tausend Meilen.
Als er gesungen hatte
und von der Stelle ging,
Die Königstochter morgens
wohl nie so froh empfing,
Die ihr die Kleider brachten,
die sie sollte tragen.
Das edle Mägdlein schickte
sie alsbald nach ihrem Vater Hagen.
Der König ging zur Stelle,
wo er die Tochter fand.
In traulicher Weise
war da des Mägdleins Hand
An ihres Vaters Kinne;
sie wusst’ in ihn zu dringen.
Sie sprach: “Liebes Väterlein,
heiss ihn uns noch neue Lieder singen.”
Er sprach: “Liebe Tochter,
wenn er zur Abendstund’
Dir immer singen wollte,
ich gäb’ ihm tausend Pfund.
Doch sind so hochfährtig
des fremden Landes Söhne,
Dass uns hier am Hofe
nicht so leicht erklingen seine Töne.”
Was sie bitten mochte,
der König blieb nicht mehr.
Nun fliss sich wieder Horand,
dass er nie vorher
So wundersam gesungen;
die Siechen und Gesunden
Konnten nicht vom Platze,
wo sie da wie angewurzelt stunden.
Die Tier’ im Walde liessen
ihre Weide stehn;
Die Würme, die da sollten
in dem Grase gehn,
Die Fische, die da sollten
in dem Wasser fliessen,
Verliessen ihre Fährte;
wohl durft’ ihn seiner Künste nicht verdriessen.
Was er da singen mochte,
das däuchte niemand lang,
Verleidet in den Chören
war aller Pfaffen Sang.
Auch die Glocken klangen
nicht mehr so wohl als eh’;
Allen, die ihn hörten,
war nach Horanden weh.
Da liess ihn zu sich bringen
das schöne Mägdelein;
Ohn’ ihres Vaters Wissen,
gar heimlich sollt’ es sein.
So blieb es ihrer Mutter,
Frau Hilden, auch verhohlen,
Dass der Held so heimlich
sich zu ihrem Kämmerlein gestohlen.
Ludwig und Hartmut drangen
in das hohe Tor,
Viel todeswunde Streiter
liessen sie davor.
Eine edle Jungfrau
zu weinen drob begann;
Viel Schaden ward von Feinden
in Hetels Burg getan.
Von Ormanie der König
gewann da frohen Mut.
Seine Zeichen trugen
er und die Helden gut
Bis an den Saal der Feste.
Da liess man von den Zinnen
Die lichten Fahnen flattern;
Weh traf die Königinnen.
Hartmut, der schnelle Degen,
zur schönen Kudrun geht.
Er spricht: “Edle Jungfrau,
Ihr habt mich stets verschmäht;
Drum werden wir’s verschmähen,
ich und die Freunde mein,
Dass wir Gefangene machen.
Man hängt sie, gross und klein.”
Nichts mehr gab sie zur Antwort
als: “Wehe, Vater mein!
Könntest du es wissen,
dass man die Tochter dein
Gewaltsam wagt zu führen
hinweg aus deinem Lande,
Du spartest der Verlass’nen
den Schaden und die Schande.”
Gern wüsst’ ich, was wäre
den Fremden wohl geschehn,
Wenn der grimme Wate
hätte zugesehn,
Wie Hartmut der kühne
durch den Saal geschritten kam,
Und mit ihm König Ludwig
Kudrun gefangen nahm.
Wate und auch Hetel
hätten es ihm verwehrt
Und manchen Helm zerhauen
mit ihrem guten Schwert,
Wär’s ihnen nur verraten!
Man sähe nimmermehr
Geführt die schöne Kudrun
gefangen übers Meer.
Es standen alle Leute
in trübem Sinn und Mut;
Nicht anders wär’ es heute.
Man nahm da Hab’ und Gut
Mit Raub den armen Bürgern
und trug es fort zugleich.
Glaubt mir, es wurde jeder
von Hartmuts Recken reich.
Als sie genommen hatten
Schätze und Gewand,
Führte man Frau Hilde
hinaus an ihrer Hand.
Gern hätte auf die Zinnen
man roten Brand gesetzt;
Dass einst die Rache folgte,
wer dachte daran jetzt?
Hartmut befahl, es bleibe
die Feste unversehrt.
Schnell das Land zu räumen
hat der Fürst begehrt,
Eh’ man die üble Kunde
hätt’ Hetel überbracht,
Der noch in Waleis kämpfte
mit stolzer Heeresmacht.
“Auch sollt ihr Raub nicht nehmen,”
sprach der Held Hartmut,
“Sind wir daheim, so zahl’ ich
mit meines Vaters Gut.
Auch fahren wir um so leichter
über die weite See.”
Ludwigs grimmes Wüten
tat Kudruns Herzen weh.
Die Burg, die war gebrochen;
die Stadt, die war verbrannt.
Da hatte man gefangen
die besten, die man fand;
Zweiundzwanzig Frauen,
minnigliche Maide,
Führten sie von dannen
zu Hildes Herzeleide.
Wie traurig stand im Saale
die edle Königin!
Sie schritt betrübten Herzens
zu einem Fenster hin,
Zu grüssen die Gefangenen
mit einem letzten Blick;
Es blieb manch edle Fraue
klagend bei ihr zurück.
Es war ein breiter Werder,
der Wülpensand genannt,
Da hatten Ludwigs Recken
aus Normannenland
Für sich und ihre Rosse
geschafft willkommne Rast.
Wie bald bedrängt’ die Frohen
der grimmen Sorge Last!
Man führte aus den Schiffen
auf den öden Strand
Die minniglichen Mädchen
aus Hegelingenland.
Wie sie das Herz es lehrte,
so klagten da die Frauen
Und liessen ihre Tränen
die Feinde reichlich schauen.
Da sah der Schiffer einer
auf den Wogen nahn
Ein Schiff mit vollen Segeln;
dem König sagt’ er’s an.
Und als sie es erblickten,
rief Hartmut und die Seinen:
“Pilger sind es. Sehet
das Kreuz im Segel scheinen!”
Bald erschaute jeder
drei Kiele fest und gut,
Dabei neun volle Kocken;
die führten durch die Flut
Manchen, der noch nimmer
zu Gottes Ruhm und Ehr’
Ein Kreuz getragen hatte!
Der Normann griff zur Wehr.
Bald waren sie so nahe,
dass man die Helme sah
Auf dem Verdecke glänzen.
Viel Not erhob sich da
Und mancher arge Schaden
für Ludwig und sein Heer.
“Auf!” rief Hartmut, “uns suchen
die Feinde über Meer.”
Nicht träge waren die Fremden,
nah kamen sie dem Land,
Dass man schon knarren hörte
die Ruder an dem Strand.
Dort standen zum Empfange
in hellem Waffenkleid
Die Alten und die Jungen
am Ufer schon bereit.
Laut rief der König Ludwig,
den Seinen zugewandt:
“Ein Kinderspiel nur war es,
was je im Kampf ich fand!
Heut gilt’s zum ersten Male
mit guten Helden Streit.
Wer meiner Fahne folget,
dem lohn’ ich’s alle Zeit.”
Hartmuts Feldzeichen
trug man auf den Sand.
So nah schon waren die Schiffe,
dass man mit der Hand
Die Speere konnte stossen
zum Bord vom Ufer wild;
Nur wenig Musse gönnte
Herr Wate seinem Schild.
So grimmig ward verteidigt
niemals zuvor ein Land.
Die Hegelingenrecken
drangen an den Strand,
Sie schwangen ohn’ Ermüden
die Speere und das Schwert,
Sie tauschten scharfe Hiebe,—
die keiner doch begehrt.
Da galt es Speere werfen!
Es dauerte gar lang,
Bis sie das Land gewannen.
Der alte Wate sprang
Voll Ingrimm auf die Feinde
und griff sie hurtig an;
Was er im Sinne hatte,
bald ward es kund getan.
Es drang der König Ludwig
auf Waten ein voll Wut.
Mit einem scharfen Speere
traf er den Recken gut,
So dass die Stücke sprangen
hoch auf in alle Winde.
Stark war der König Ludwig.
Da kam das Ingesinde.
Auf den Helm des Königs
das Schwert Herr Wate schwang,
Dass die scharfe Schneide
bis auf das Haupt ihm drang.
Trüg’ er nicht unter der Brünne
ein dichtes Hemd, geschnitten
Aus Abalier Seide,
den Tod hätt’ er erlitten.
Wider den Degen Irolt
der kühne Hartmut sprang.
Ihrer beider Waffe
auf dem Helm erklang,
Es hallte das Schwertgetöse
weit über die Schar dahin.
Wacker hielt sich Irolt,
Hartmut war stark und kühn.
Herwig von Sewen,
ein Held berühmt und gut,
Verfehlt’ im Sprung’ das Ufer;
so sprang er in die Flut,
Dass er bis an die Achsel
tief in dem Wasser stand,
Ein harter Dienst um Minne
ward Herwig da bekannt.
Den edlen Recken wollten
ertränken in der Flut
Seine grimmen Feinde.
Viele Schäfte gut
Mussten an ihm splittern,
er eilte auf den Sand
Entgegen seinen Feinden;
nicht ruhte seine Hand.
Grössere Kampfesmühe
ward niemals Helden kund.
Nie hat man so viel Recken
gedrängt zum tiefen Grund.
Die ohne Wunden starben,
versenkt ins wilde Meer,
Ihrer war von beiden Seiten
ein ganzes Kriegesheer.
Als sie den Strand gewannen,
sah man die Wasserflut
Aus tiefen Todeswunden
gefärbt ringsum wie Blut.
Aus Freunden und aus Feinden
ein purpurroter Fluss,
So breit—sein End’ erreichte
nicht eines Speeres Schuss.
Da bot man Hetels Tochter
Burgen an und Land.
Weil keines sie begehrte,
musste sie Gewand
Alle Tage waschen
vom Morgen bis zur Nacht.
Drum sah man später Ludwig
sieglos vor Herwigs Macht.
Es ging der Degen Hartmut,
wo er die Seinen fand,
Er befahl in ihre Obhut
die Leute und das Land,
Dann zog er in die Ferne.
Er dacht’ in Sorgen schwer:
“Mich drängen viele Feinde;
drum setz’ ich mich zur Wehr.”
Da sprach mit Wolfessinne
die böse Frau Gerlind:
“Nun will ich, dass mir diene
der stolzen Hilde Kind.
Weil sie in ihrer Bosheit
sich dünkt so gut und treu,
Soll sie als Magd mir dienen;
leicht wär’ vom Schmach frei.”
Darauf die edle Jungfrau:
“Was ich leisten kann,
Das sei mit diesen Händen
früh und spät getan;
Mit Fleiss und gutem Willen
tu’ ich es immerdar,
Da mich mein herbes Schicksal
schuf aller Freude bar.”
Da sprach die böse Gerlind:
“Du sollst mein Gewand
Jeden Morgen tragen
nieder an den Strand;
Du sollst die Kleider waschen
mir und dem Ingesinde.
Und hüte dich, du Stolze,
dass man dich müssig finde.”
Darauf die edle Jungfrau:
“Fraue, hört mich an!
Nun lasst mich unterweisen,
dass ich lernen kann,
Wie ich die Kleider wasche
unten an dem Meer.
Ich mag nicht Freude haben,
ja, quält mich nur noch mehr!”
Da hiess sie eine Wäscherin
nieder an den Strand,
Dass sie es Kudrun lehrte,
tragen das Gewand.
Die Fürstentochter diente
in harter Pein und Not;
Niemand konnt’ es wehren;
es war Gerlinds Gebot.
Laut rief der edle Herwig:
“Wer ist der Alte da?
Von seinen starken Händen
schon vieles Leid geschah.
Er schlägt so tiefe Wunden
mit seiner grossen Kraft,
Dass er daheim den Frauen
viel Not und Wehe schafft.”
Das hörte König Ludwig,
der Held von Normandie.
“Wer ist’s, der im Getümmel
dort so gewaltig schrie?
Ich heisse König Ludwig
und Normandie mein Reich.
Wer mich zum Kampfe fordert,
dem achte ich mich gleich.”
Er sprach: “Ich heisse Herwig,
und du stahlst mir mein Weib.
Das sollst du wieder geben,
oder tot liegt hier ein Leib—
Der meine oder deine—
und dazu mancher Held.”
Herr Ludwig drauf: “Mit Drohen
hast du dich mir gestellt.
Doch sprachst du deine Beichte
wahrhaftig ohne Not.
Ich schlug schon manchem andern
die Anverwandten tot
Und nahm ihm seine Habe.
Du, prahle nicht so sehr;
Die Gattin, die du forderst,
küssest du nimmermehr.”
Kaum war das Wort gesprochen,
da sprengten sie heran,
Beide aneinander.
Mancher kühne Mann
Sprang an des Herren Seite
aus des Getümmels Drang;
Es musste heiss sich mühen,
wer da den Sieg errang.
Wohl war Herr Herwig wacker
und seiner Stärke froh,
Doch schlug Herrn Hartmuts Vater
den jungen König so,
Dass er begann zu sinken
vor Ludwigs rauher Hand;
Gern hätt’ er ihn auf ewig
getrennt vom Vaterland.
Wäre nicht so nah gewesen
Herrn Herwigs gutes Heer,
Das vor dem Feind ihn schützte,
er wäre nimmermehr
Von Ludwig geschieden
anders als im Tod;
Den jungen Herren brachte
der Held in grosse Not.
Sie halfen, dass das Fechten
kein böses Ende nahm.
Als er von seinem Falle
nun wieder zu sich kam,
Da hat nach einer Zinne
er schnell emporgeschaut,
Ob er darin erblickte
wohl seines Herzens Traut.
Er dacht’ in seinem Herzen:
“Ach, wie ist mir geschehn!
Wenn meine Herrin Kudrun
hat meinen Fall gesehn,
Und wenn ich einst zum Weibe
die Königin gewinne,
So wird sie mich drum schelten
und weigern mir die Minne.”
Dass mich der greise Recke
hier hat zu Fall gebracht,
Muss billig mich beschämen.”
Da hiess zu neuer Schlacht
Er seine Zeichen tragen
dahin, wo Ludwig stand;
Nach drängten seine Helden
mit Speer und Schildesrand.
In Ludwigs Rücken tobte
der Hegelinge Heer;
Er kehrte sich zum Feinde
und setzte sich zur Wehr.
Da rasselten die Hiebe,
da krachte mancher Schaft;
Die in der Nähe standen,
erprobten Ludwigs Kraft.
Es traf Kudruns Geliebter
unterm Helm und überm Rand
Den alten König Ludwig
mit heldenstarker Hand.
Er schlug ihm eine Wunde,
dass man nicht länger stritt;
Da war’s, wo König Ludwig
den grimmen Tod erlitt.
Da trat dahin auch eilend
die böse Frau Gerlind;
Demütig fiel zu Füssen
sie Hildes schönem Kind.
“Nun schütze uns, o Herrin,
vor Wate,” war ihr Flehn;
“Denn du nur kannst es wenden,
sonst ist’s um uns geschehn.”
“Dass Ihr um Gnade bittet,
erhabene Königin,
Das höre ich nicht ungern;
doch steht nicht so mein Sinn.
Wann durfte ich Euch bitten?
Wann winktet Ihr Gewähr?
Ihr waret mir nie gnädig.
Drum trifft mein Zorn Euch schwer.”
Als nun der alte Wate
Herrn Ludwigs Königin sah,
Wie knirscht’ er mit den Zähnen!
Näher trat er da,
Ihm funkelten die Augen,
sein Bart war ellenbreit,
Vor dem von Stürmen bebte
im Saale Mann und Maid.
Er fasste ihre Hände
und zog zur Tür sie hin,
Da hub sie an zu jammern,
die arge Königin.
Er sprach in blindem Zorne:
“Fürstin stolz und hehr!
Für Euch wäscht meine Herrin
die Kleider nimmermehr.”
Als er hinaus die Fürstin
zog aus dem Gemach,
Da schaute manches Auge
ihm voller Neugier nach.
Er fasste ihre Haare,
wer hatt’ ihm das erlaubt?
Sein Zürnen war gewaltig,
er schlug ihr ab das Haupt.